Prüfmedium

Pro Prüfung sind zwei Milchmengen von je 750 Liter und einer Differenz von mindestens 2,5% Fett notwendig. Zwei Varianten sind möglich:

1.  Aufrahmung der Milch in einem Tankwagen

     

Um eine genügende Aufrahmung zu erreichen, wird die Milch während mindestens 6 Stunden in einer Kammer ohne Bewegung gelagert. Um eine Temperaturerhöhung der Milch zu vermeiden, ist ein isolierter Tank zu bevorzugen. Nach Aufrahmung wird die Milch in eine leere Kammer der gleichen Grösse durch den Absperrhahn geleitet. Damit wird der untere fettarme Teil der Milch von dem fettreichen Teil in zwei gleiche Mengen getrennt.

Vor der Prüfung wird die fettreiche Milch mittels Rührstock vollständig durchgemischt.

 

 

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2.  Vorbereitung von fettarmer Milch durch die Molkerei

     

Für die Prüfung werden fettarme Milch mit 0,8 bis 1,0% Fett (Milch B) und frische Vollmilch verwendet. Beide Milchmengen werden durch die Molkerei bereitgestellt.

Tabelle 1: Zusammenstellung der Milchmengen pro Prüfung und Prüfvorgänge

Zweck

Fettreiche Milch (A) in kg

Fettarme Milch (B) in kg

Verschleppung 1

150

50

Verschleppung 2

150

50

Verschleppung 3

150

50

Repräsentativität 1

30

70

Repräsentativität 2

30

70

Repräsentativität 3

30

70

Repräsentativität 4

70

130

Repräsentativität 5

70

130

Repräsentativität 6

70

130

Total

750

750


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Einrichtung für die Prüfung

Suisselab AG verfügt über eine mobile Einrichtung bestehend aus zwei Milchwannen von je ca. 220 Liter, eine Palettenwaage mit einer Anzeigegenauigkeit von 100g und einer Abfülleinrichtung. Diese Einrichtung wird auf einem Anhänger transportiert und kann am Prüfort aufgestellt werden.

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Notwendige Infrastruktur am Prüfort

Abgesehen von der erforderlichen Milch für die Prüfung, stellt das verantwortliche Unternehmen (Transportfirma oder Produktionsstätte des Milchverwerters) folgende Infrastruktur und Ausrüstung zur Verfügung:

  • 2 Schläuche von 4 – 8 m Länge mit 50 mm Anschlüssen
  • Stecker oder Verlängerungskabel 220 V in der Umgebung von 8 - 10 m
  • Fliessendes Wasser um die Geräte zu spülen, warmes Wasser für die Reinigung
  • Gedeckter Platz mit einer ebenen und sauberen Fläche, sowie staubgeschützte Umgebung
  • Mithilfe einer Person für den Auf- und Abbau der Suisselab-Einrichtung (2 x 30 Minuten)

     



Durchführung der Prüfung

1.  Verschleppungsprüfung

Die auf der Tabelle 1 aufgeführten Milchmengen werden in die entsprechenden Wannen abgefüllt, die fettreiche Milch (A) in die obere und die fettarme Milch(B) in die untere.

Von jeder Menge wird eine Referenzprobe entnommen.

Die Milch A wird zuerst abgepumpt, dann folgt die Milch B. Somit kann der Einfluss des Fettgehalts von Milch A auf den Fettgehalt der Milch B nachgewiesen werden. Dieser Prüfvorgang wird dreimal durchgeführt.

2.  Repräsentativitätsprüfung

Analog zur Verschleppungsprüfung werden die Milchmengen in die entsprechenden Wannen abgefüllt. Von jeder Menge wird ebenfalls eine Referenzprobe entnommen.

Für die Repräsentativitätsprüfung werden die Milchmengen genau gewogen damit der Fettgehalt der Milchmenge A+B gewichtet und berechnet werden kann.

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Auswertung

Anschliessend werden die Verschleppung und die Repräsentativität anhand des Fettgehalts der entnommenen Proben beurteilt.

Vorgänge

Prüfmedium

fettreiche Milch = Milch A

fettarme Milch = Milch B

Auswertung

Prüfungsergebnisse

Spülung

Ca.150 kg Milch A

Vergleich mit Schwellenwerten:

Sw1 =  

Sw2 =

Mittelwert AP-Proben <Sw1

= Anforderung erfüllt

Mittelwert zwischen Sw1 und Sw2

= bedingt erfüllt

Mittelwert AP-Proben <Sw2

= Prüfung nicht bestanden

Verschleppung 1

Ca. 50 kg Milch B

Spülung

Ca.150 kg Milch A

Verschleppung 2

Ca. 50 kg Milch B

Spülung

Ca. 150 kg Milch A

Verschleppung 3

Ca. 50 kg Milch B

Repräsentativität
1 bis 3


Ca. 70 kg Milch B
       
+
Ca. 30 kg Milch A

 

Vergleich mit Referenzwert:

Rw =  

Durchschnittlicher Fehler :
< 0.5 g/kg = Anforderung erfüllt

Zwischen 0.5 und 1.0 = bedingt erfüllt, Prüfungsfrist 6 Monate
< 1.0 g/kg = nicht bestanden

Standardabweichung:

< 0.8 g/kg = Anforderung erfüllt

Zwischen 0.8 und 1.0 = bedingt erfüllt, Prüfungsfrist 6 Monate
< 1.0 g/kg = nicht bestanden

Repräsentativität

4 bis 6

Ca. 130 kg Milch B
       
+
Ca. 70 kg Milch A

 

Die Prüfergebnisse werden in einem Prübericht dem Gerätbetreiber kommuniziert.

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